Bald steppt der Bär – die Volksverdummung geht weiter.

GrussbärEigentlich müsste es spätestens jetzt beim Wolf jeder gemerkt haben: die Naturschützer, die Tierschützer und die Politik verkaufen uns für dumm. Sie wollen unbedingt die „großen Raubtiere“ wieder in Deutschland einführen.

Es geht um Luchs, Wolf und – jetzt wird’s buntkariert – um den Braunbären.

Die großen Drei

Die sogenannte FFH-Richtlinie der Europäischen Union stellt die drei unter vollständigen Schutz. Das ist beim Luchs unbedenklich, denn der besiedelt nur bestimmte Lebensräume, jagt eher Rehe als Nutztiere, ist scheu und selten und wird dem Menschen niemals gefährlich. Er ist eine echte Faunenbereicherung. Beim Wolf ist das schon erheblich problematischer, wie die zunehmende Diskussion der letzten Monate beweist; er besiedelt alle Lebensräume der Kulturlandschaft, jagt als kluger und ökonomischer Jäger gern Nutztiere, vermehrt sich kräftig und kann dem Menschen gefährlich werden. Und der Bär ist in einer Kulturlandschaft erst recht ein Problem, mit Sicherheit das größte.Bär_4

Wer braucht Großraubtiere?

In erster Linie der „gemeine Naturschützer“ und der „Umweltaktivist“ und der Hannes Jaenicke und deren zahlenmäßig eher geringer Anhang – der Bürger eher nicht, und unsere Natur eigentlich auch nicht. Allenfalls die Förster und Waldbesitzer, die mit der Parole „Wald vor Wild“ den Sinn der Nachhaltigkeit noch nicht kapiert haben. Jedenfalls aber WWF und NABU und BUND und Lupus und, aus eher miesen Gründen, Peta und dergleichen, die brauchen Großraubtiere. Mit denen lässt sich nämlich unmittelbar (durch Subventionen und Zuwendungen) und mittelbar (durch Mitgliederwerbung usw.) ein schönes Geld verdienen! Und die Speerspitzen dieser Bewegung sind, in Teilen, die Landesminister für Umwelt und Naturschutz, vor allem aber ein Laden namens BfN – Bundesamt für Naturschutz!

Dessen trickreiche Selbstdarstellung beginnt schon auf seiner Web-Seite über seine Aufgaben. Da heißt es, sehr nett: „Naturschutz ist auf Dauer nur dann erfolgreich, wenn er auf einer breiten gesellschaftlichen Basis gründet. Daher steht das BfN in ständigem Dialog mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und den Medien mit dem Ziel, die unterschiedlichen Instrumente des Naturschutzes einer sich immer wieder verändernden Gesellschaft anzupassen“.

Leider ist der Bürger nicht dumm!

Will heißen, leider glaubt er nicht alles. Denn es hat dieses liebe Amt – das eine Behörde beim Ministerium von Frau Hendricks ist (s. unseren Beitrag vom 06.09.2015) – im Gegensatz zu seiner Selbstdarstellung in einem seiner Skripten – wahrscheinlich versehentlich, echt dumm gelaufen – mitgeteilt, wie es wirklich arbeitet. Wir haben das in unserem Blogbeitrag vom 24. Juli 2015 „Wölfe in Deutschland – die grosse Volksverdummung?“ (fälschlicher Weise mit einem Fragezeichen – das nehmen wir hiermit zurück) zitiert. Weil es so unglaublich ist, wiederholen wir das verkürzt hier nochmals:

„Für eine Aufnahme in die politische Agenda ist eine sich selbst tragende öffentliche Thematisierung bereits vor der Programmformulierung notwendig. Der Ruf nach der Hilfe durch den Naturschutz muss von außen öffentlich an diesen herangetragen werden.

Zu einem frühen Zeitpunkt, an dem die Konkurrenz um die Aufmerksamkeit zu diesem Thema noch gering ist, muss der Naturschutz seine Diskursmacht ausbauen. Diskurslinien und -schwerpunkte sind in dieser Phase noch nicht verfestigt und daher formbar. Zur Initiierung eines … Diskurses sind Sachinformationen nicht zielführend.  (Fettdruck von mir).

Auf gut Deutsch: Ja nicht auf Sachdiskussionen einlassen, Problem emotionalisieren, Schwierigkeiten verharmlosen, und dafür dann letztlich Meinungsumfragen türken, Gegenmeinungen schlecht machen und politischen Druck „unter der Decke“ nutzen. Demagogie und Volksverdummung eben. Damit haben wir uns das Problem der wachsenden Wolfspopulation eingehandelt – Verzeihung: einschwenken lassen!

Und jetzt: DER BÄR!

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Der gehört bekanntlich in die Reihe der „Big Carnivores“, der großen Fleischfresser. Weil die FFH-Richtlinie und die genannten Akteure den gern ebenfalls wieder einbürgern wollen (dazu nur mal facebook: Wolf und Bär in Niedersachsen), hat das BfN schon frühzeitig, nämlich 2009, eine schöne Schrift verfasst: „Monitoring von Großraubtieren in Deutschland“. Sinn dieser Arbeit – das meint hier „Monitoring“ – ist die Definition der Parameter, die einen „günstigen Erhaltungszustand“ aller drei Großraubtiere zur Folge haben; oder genauer: wie kriegen wir es hin, dass die sich bei uns wohlfühlen? Oder noch genauer: wie kriegen wir es hin, dass die Bevölkerung meint, dass die sich hier wieder wohlfühlen sollten? Oder am genauesten: wie fegen wir auch die vernünftigsten Gegenargumente untern Teppich?

Mit anderen Worten: nach dem Wolf sollen bald, spätestens 2018, auch Bären wieder in Deutschland eingebürgert werden. Zuerst nur im Alpenraum, der dafür angeblich – es gibt ernsthafte Gegenvorstellungen – günstig sein soll. Deshalb gibt es tatsächlich einen bayrischen Managementplan „Braunbären in Bayern, Stufe 1“ von 2007, der den Alpenraum für bärengeeignet hält. In schöner Beachtung der Handlungsanweisung des BfN zur Täuschung des Bürgers meint ein Herr Prof. Max Krott von der Georg-August-Uni in Göttingen: „wir wissen sowieso, dass die Mehrheit gegen den Bären ist, ein Referendum wäre vollkommen überflüssig“. Schon hört man den Bären trapsen – er steht vor der Alm, erstmal.

Lange Rede kurzer – oder gar kein? – Sinn:

Wir haben in Deutschland zwar wahrlich drängendere Probleme als Luchs und Wolf und vor allem Bär. Aber: Deutschland wird bereits allen Ernstes als Bärenerwartungsland bezeichnet. Das zeigt: hinter den Kulissen wird von den üblichen Verdächtigen munter an der vorsichtigen Wiedereinführung des Braunbären gearbeitet.

Oder wie es im „Dschungelbuch“ so schön von Yogi gesungen wird: „the bear necessities will come to you!“

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Das jedenfalls fürchtet ganz ernsthaft

Ihr

Dr. Lipps

 

 

 

 

 

 

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5 Kommentare zu „Bald steppt der Bär – die Volksverdummung geht weiter.“

  1. MH sagt:

    Es ist mir unverständlich, daß ein solcher Skandal wie das BfN-Papier – und nichts weniger als das ist ein derartiger Vorfall, in den eine Bundesbehörde verwickelt ist – noch immer nicht an die Öffentlichkeit gelangt ist.

  2. Joachim Orbach sagt:

    Das verdeutlicht doch uns, was für Politiker wir wählen. Offensichtlich haben diese Damen und Herren noch nicht erkannt, dass wir in Deutschland in einer dichtbesiedelten und gewachsenen Kulturlandschaft leben. Was ist, wenn die ersten Menschen zu Schaden kommen? Das Volk wird halt eben verdummt. Die Freilandhaltung von Nutztieren wird ja bereits schon in einigen Gebieten erschwert. Da regen wir uns denn über die Massentierhaltung in Ställen auf. Oder etwa nicht?

  3. Ronald Braun sagt:

    Oh ihr ungläubigen ….
    die spendenakquise wird immer schwieriger, der Wolf bingt schon lange nicht mehr genug in die Kassen der Organisationen!

    Einziger Ausweg …. einen Mehrklassen Arten- und Naturschutz:

    1. Klasse – sehr Spendenfreundlich
    (Voraussetzung: Hoher Kuschelfaktor, geringer Bekanntheitsgrad)
    2. Klasse – Spendenfreundlich
    (von geringen allgemein Interesse)
    3. Klasse – nicht Spendentauglich
    (hier vorkommende Arten, Nutztiere)

    Dann rollen auch die Gelder wieder!

  4. Claus Prunge sagt:

    Natürlich ist ihr Gewäsch hier das einzige Wahre und Richtige. Egal wie, Die grüne Lodenzunft schafft es immer wieder sich ihr Hobby schönzureden. Sie sind die wirklichen Helden des ökologischen Gleichgewichts, welches diese Herren natürlich selbst aus dem Gleichgewicht gebracht haben. Sagen Sie einfach sie ballern gerne rum, weil mit Jagd im klassischen Sinn hat das ja wirklich nichts zu tun. Entweder man lässt sich die Hasen vor die Flinte scheuchen oder sitzt irgendwo dumm rum und wartet bis ein Tier des Weges kommt! Herrlich aufregend. Sagen Sie doch einfach das sie Angst haben das Ihr „Gleichgewichtssinn“ aus dem Ruder läuft, weil Ihnen jetzt der eine oder andere Rehbraten durch die Lappen geht. Aber in einer Sache sind wir uns sicher einig. Nähmlich das dieser Text bestenfalls bei Ihnen nur ein müdes Lächeln ins Gesicht zaubert und Sie Unverständnis für solch einen Ignoranten wie mich aufbringen. Genau wie ich für Sie.
    Soll ich Ihnen noch was erzählen? Von meinen Vorfahren war ab 1778 jeder ausnahmslos beruflich mit Flinte im Wald unterwegs. Ich bin der erste der aus der Art geschlagen ist … und keiner nimmt´s mir Übel:-)

    Wenn ich schon solche Berichte lese wo es um Schalldämpfer bei der Jagd geht! „Herr hilf dann brauchen wir keinen Zement.“
    In diesem Sinne „Gut Schuss“ und immer schön das richtige treffen!

  5. Hallo Herr Prunge,
    Ihre Meinung, auch mit hartnäckigen Schreibfehlern, in Ehren. Aber was hat der Kommentar mit dem Blogbeitrag zu tun? Eher nix, soll nur Ihre Ablehnung der Jagd rüberbringen, oder?

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