Glosse – Die Vermehrung der Prominenten

Im Morgenmagazin vom 05.05.2011 wurde mit Blick auf Carla Brunis Bauch gefragt, warum Promis eigentlich so oft Zwillinge zur Welt bringen, und es wurden etliche Promis genannt, darunter, glaube ich, Angelina Joli, Ricky Martin und Mariah Carey. Aber die Frage (von der wir unterstellen, dass ihre Prämisse stimmt) lässt sich erweitern darauf, warum oft sie zwei und mehr Kinder bekommen – wie z. B. Boris Becker, Britney Spears, Catherine Zeta-Jones, Claudia Schiffer, Demi Moore und andere. Eine einfache Antwort wäre, weil sie es sich leisten können. Aber die wäre nicht originell und wenig plausibel.

Als Jäger und damit Wildbiologe weiss man, dass die Antwort viel einfacher ist: Hoher Predatorendruck bewirkt hohe Vermehrungsraten! Das lässt sich leicht beweisen: am Verhältnis von Schneehasen und Schneeleoparden oder Luchs und Rehwild und anderen Lebensverhältnissen. Je stärker dem Beutetier nachgestellt wird, mit desto höherer Vermehrungsrate reagiert es.

Warum sollte das bei Promis anders sein?

Die werden, nicht nur gesellschaftlich, sondern vor allem von Presse und Fernsehen dauerhaft spürbar und gnadenlos gejagt. Das menschliche Gehirn, wiewohl hoch entwickelt, kann natürlich, da es die „unschimpfierte“ Presse erst seit 130 Jahren und das Fernsehen erheblich kürzere Zeit gibt, noch nicht unterscheiden, ob der Jagddruck von Fressfeinden ausgeht oder von Nachrichten-Geiern.

So reagiert es wie gewohnt und befiehlt eine verstärkte Vermehrung.

So einfach ist das!

Ihr

Dr. Wolfgang Lipps

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