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Wildschadens-Mediation

Mediation ist ein Verfahren der konstruktiven Konfliktbearbeitung mit dem Ziel, dass die Konfliktparteien selbst mit Unterstützung eines Mediators eine verbindliche Regelung erarbeiten.

Das Wildschadensmediationsverfahren ist

  • schneller als das Gerichtsverfahren
  • erheblich kostengünstiger (kostet weniger als ein Drittel)
  • endet fast immer für beide Seiten befriedigend.

Die Zahl der jährlich von den Gerichten zu bearbeitenden Wildschadensverfahren ist nicht exakt statistisch erfasst, aber sie ist nach den Erkenntnissen von Rechtsanwälten ausserordentlich hoch. Da die Mehrzahl der spezialisierten Rechtsanwälte in Jagdsachen im „Deutschen Jagdrechtstag“ organisiert ist, erscheint diese Aussage glaubhaft.

Wildschadensverfahren sind langwierig, teuer, verderben das Klima zwischen den Beteiligten und enden häufig unbefriedigend unter anderem auch deswegen, weil die Gerichte in der Regel keine ausreichenden spezifischen Kenntnisse der komplexen Materie „Wildschaden“ haben. Sofern es sich nicht um ganz unbedeutende Fälle handelt, werden grundsätzlich auf beiden Seiten Rechtsanwälte hinzugezogen. Nach anwaltlichen Erfahrungen beginnt das bei Schadenssummen über € 2000,00. Das „Prozessrisiko“ liegt darin, dass eine Partei das Verfahren verliert, die andere das Verfahren gewinnt. Der Verlierer zahlt im deutschen Recht die gesamten Kosten des Verfahrens und je nach Landesgesetz auch noch die gesamten Kosten des Vorverfahrens.

Bei kleinen Streitwerten bis etwas über € 1.000,00 sind die Kosten des Unterliegens ausserordentlich hoch, insbesondere dann, wenn es auch noch in die 2. Instanz geht und dort verloren wird. Bei den mittleren Streitwerten zwischen € 1.500,00 und € 5.000,00 liegen sie im Mittel immer noch für die erste Instanz bei rund 50%, für die 2. Instanz dann schon bei nochmals über 50% bis an die 70% des Streitwertes, und erst bei den höheren Streitwerten geht der prozentuale Kostenanteil zurück, aber dafür sind die Kosten selbst spürbarer. Die Kosten beider Instanzen übersteigen häufig den Streitwert oder erreichen ihn oft – das Risiko des Prozessverlustes ist damit unglaublich hoch!

Dennoch werden Wildschadenssachen im Prozess häufig nicht oder nur sehr unbefriedigend verglichen. Im Gegenteil kommen oft noch Komplikationen und damit weitere Kosten hinzu wie weitere Beweisaufnahmen, Privatgutachten u.a.m. Das Ergebnis ist in aller Regel eine tiefgreifende dauerhafte Beschädigung des Verhältnisses zwischen Landnutzer und Jäger, obwohl gerade diese beiden durch die laufenden Pachtverträge häufig noch jahrelang aneinander gebunden sind und nach z. B. nach § 1 LJagdG Bbg an der Wildhege sogar gesetzlich geregelt partnerschaftlich beteiligt sind, also eng zusammenarbeiten sollten.

Information Wildschadens-Mediation (PDF)

Mediationsantrag (PDF)

Mediationsvereinbarung (PDF)

Mediationsordnung (PDF)

 

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