Jagdrechtsquiz (Gewinnspiel)
Eine merkwürdige Wildfolge
1. Der Fall
Der Waidgenosse Bernd Schießer pirscht in der Blattzeit auf den Bock, mittags, wenn der bekanntlich seinen “dummen Gang” hat. Am Rande des Roggens, der sich, dem Reviernachbarn Weidlich, einer Eigenjagd, zugehörig wie eine schmale Landzunge in das Revier von B. Schießer schiebt, beschießt er dann einen. Der zeichnet hochblatt, geht ab durch den Roggen, drüben in Schießers Revier wieder raus aus Weidlichs Roggen und rein in den Wald, außer Sichtweite. Dann Stille.
“Der liegt”, denkt Schießer, geht zum Anschuß und dann auf der Fährte des Bockes durch den Roggen vom Weidlich wieder rein in seinen Wald, und da findet er ihn dann nach einigem Suchen.
Wie immer, wenn weit und breit keiner dabei war, kommt diese Nachsuche sofort raus und alle haben dazu eine Meinung – Herr Weidlich, der zuständige Revierförster und der Leiter der UJB.
2. Die Meinungen
- Letzterer leitet ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Schießer ein, weil wir in Brandenburg sind und der bei der Mittagspirsch keinen brauchbaren Jagdhund dabeihatte.
- Der Revierförster, der den Schießer nicht leiden kann, zeigt ihn an, weil er zur Jagd ausgerüstet unbefugt den Jagdbezirk vom Weidlich betreten hat.
- Und der Weidlich zeigt ihn an, weil er vor der Nachsuche als Reviernachbar nicht benachrichtigt wurde – Wildfolge sei nicht vereinbart.
3. Ihre Lösung:
Es können mehrere Lösungsmöglichkeiten richtig sein.
Weidmannsheil !