Radikaler Tierschutz – der Blödsinn geht weiter

Wir sind ja von selbsternannten Tierschützern so allerhand gewöhnt. Das Reh hat Augen wie ein junges Mädchen und heisst Bambi, obwohl der ein amerikanischer Weisswedelhirsch ist. Fleisch ist Mord, Milch ist Raubmord, Honig ist „Bienenkotze“ (ausnahmsweise mal ganz vulgär-witzig), und ganz Durchgeknallte versuchen, Ihre Katze „vegan“ zu ernähren.
In TELEPOLIS vom 21.Januar berichtet Marcus Hammerschmitt von neuen Dummbeuteleien, die sich diesmal die Aktivisten des sogenannten NANDU-Netzwerks ausgedacht und in ein wenig Rabatz bei der GRÜNEN WOCHE umgesetzt haben. Er schreibt: „Angefeuert von den eigenen Phantasien der gar erschröcklichen Folgen der Milchwirtschaft patschten sie ein wenig in der weissen Flüssigkeit und in der deutschen Sprache herum“.
Heraus kam dann z. B. ein Satz wie „Kein anderes Lebewesen trinkt die Muttermilch einer anderen Spezies“.“
Abgesehen davon, dass das so nicht stimmt, sollte es uns eher zu der Erkenntnis verhelfen, dass der Mensch eben – zum Glück und leider – nicht wie alle anderen Lebewesen ist, er ist Teil und Gegenteil der Natur.
Von solchen Schlichtbirnen ist eine sinnvolle Kritik der aktuellen Milchwirtschaft und ihrer wirklich schlimmen sozialen und ökologischen Folgen nicht zu erwarten.
Hammerschmitt endet mit den schönen Worten:“Was nützt gegen die Dummheit solcher Leute? „Denken heisst unterscheiden können“ – sollten die aufgeregten Katzenmuttis und autonomen Jagdsitzsäger das eines Tages wirklich begreifen können?
Zugegeben, die Chancen sind schlecht. Aber man soll nie nie sagen.

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